Plattdeutsch
Das Plattdeutsch ist die umgangssprachliche
Bezeichnung für Niederdeutsch. Dabei handelt es sich um die in
nördlichen Teilen Deutschlands gesprochenen Dialekte. Im Gegensatz
zu anderen Dialekten besteht der Unterschied darin, dass
plattdeutsche Dialekt nicht von der zweiten Hochdeutschen
Lautverschiebung betroffen sind. Insbesondere die westgermanischen
Stämme zeichneten sich durch das Plattdeutsch aus und machten diese
Dialektgruppe zu ihrem Erkennungsmerkmal. Bemerkbar macht sich diese Dialektsprache daher beispielsweise auch in online Games wie
Ramacity. Verwandschaftsbeziehungen
zu anderen Sprachen bestehen insbesondere mit dem Englischem und
dem Friesischem. Hierbei sind unter anderem Wörter beinahe
identisch, obwohl es sich um unterschiedliche Sprachen handelt. In
der Vergangenheit wurde das Niederdeutsch häufig mit dem Synonym
düde bezeichnet. Mit diesem Ausdruck wollten sich die germanischen
Urstämme besonders von der lateinischen Sprache distanzieren und
abgrenzen. Im Laufe der Zeit konnte sich der Dialekt immer mehr
behaupten, sodass neben lateinischen Schulen nun auch
deutschsprachig gelehrt wurde. Aber erst im 17. Jahundert kommt die
eigentliche Bezeichnung Plattdeutsch für das Niederdeutsche zur
Geltung, da zuvor weniger heute gebraüchliche Bezeichnungen zur
Abgrenzung benutzt worden sind. Heute hat sich die Bezeichnung
Plattdeuscht sogar in Mitteldeutschland durchgesetzt. In der
Linguistik ist die Stellung des Dialektes stark umstritten und das
Plattdeutsch stellt für Sprachwissenschaftler immer wieder ein
Thema für Diskussionen dar. Bei diesen Diskussionen geht es vor
allem darum, ob das Plattdeutsch schon so stark etabliert ist, das
der Dialekt als eigenständige Sprache anerkannt werden kann. Für
diese Durchsetzung sind insbesondere die Sprecher des Dialektes
selbst. Der Dialekt birgt allerdings auch Gefahren mit sich, da
insbesondere Schüler den Dialekt in der Schule beim Schreiben in
das Hochdeutsche übersetzen müssen. Hierbei haben viele Schüler
große Schwierigkeiten, wenn der Dialekt ausgeprägt und überwiegend
im Elternhaus gesprochen wird. Trotz dieser Problematik ist es den
Sprechern selbst jedoch wichtig den Dialekt zu tradieren.