Sächsisch
Der Dialekt Sächsisch wird im Landkreis Sachsen
gesprochen und konnte sich unter zahlreichen anderen archaischen
Dialekten des Raumes durchsetzen. Ursprünglich wurde Sächisch von
dem in Sachsen lebendem germanischen Volksstamm gesprochen, welcher
Teile von Nordwestdeutschland besiedelt hatte. Diese Einwanderung
erfolgte etwa in den ersten Jahrhunderten nach Christus. Im
heutigen deutschen Sprachgebrauch ist die Bedeutung Sächsisch eher
selten, da synonym zu meist das Wort Altsächsisch herangezogen
wird. Die Verwendung des ursprünglichen Begriffes Sächsisch wurde
demgegenüber meist nur im frühen und späten Mittelalter verwendet.
Im Laufe der Zeit musste sich der sächische Dialekt mehreren
Entwicklungen unterziehen, die ebenfalls nochmals anders benannt
worden sind. Dazu zählen unter anderem die Synonyme Mittel- und
Neuniederdeutsch. In der Gegenwart konnten sich jedoch auch diese
Bezeichnungen kaum etablieren, sodass der sächsische Dialekt heute
als Niedersächsisch bezeichnet wird. Für die Gegenwart werden
sämtliche Entwicklungsstadien des Sächsischen unter dem Begriff
Niedersächsisch gefasst. Auch die Engländer nahmen diese
Bezeichnung in ihren Sprachgebrauch auf, in dem sie Niedersächsisch
in Low Saxon übersetzten. Bei der Verwendung der Bedeutung des
Dialektes ist darauf zu achten, dass hierunter nicht die Sprache
des Siebenbürgersächsischen fällt, da diesbezüglich häufig
Verwechselungen auftreten. Beide Sprachen haben in keinster Weise
etwas gemein, da es sich bei dem Siebenbürgersächsischen lediglich
um eine mitteldeutsche Kolonistensprache handelt, die in Rumänien
gesprochen wurde. Lediglich die Bezeichnungen der Dialekte ähneln
sich hierbei. In der Volkssprache und auch in der Umgangssprache
kann mit Sächisch aber auch ein mitteldeutscher Dialekt bezeichnet
werden, der zur Gruppe des Thüringischem zählt. Demnach sollte bei
dem Gebrauch des Wortes Sächsisch immer zunächst klar gestellt
werden, über welche Region gesprochen wird.